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Domsanierung 2017/2018 (III)

Bauberatung am 11.01.2018

 


Die Aufstellung der Grabplatten im Außenbereich ist abgeschlossen. 14 überarbeitete "Steine" haben ihren Platz gefunden. Die Formulierung "endgültig" wird bewusst nicht verwendent. Wer weiß denn heute schon, was uns nachfolgende Generationen für Ent-scheidungen zu treffen haben.

Beeindruckend in der derzeitigen Sa-nierungsphase ist immer wieder das "Auffinden" von Details, die zwar im Kirchenraum vorhanden waren aber aufgrund ihres Zustandes nicht ins Blickfeld des Betrachters fallen konnten.

Als Beispiel sei hier ein "Bogenreiter" benannt, der einen Engel darstellt, der wiederum in einem Zusammenhang mit dem heiligen Eustachius (Kreuz im Geweih) gesehen werden soll.

Die letzte Deutung dieser Figur liegt der- zeit im historischen Nebel.


Eine weiterer "Bogenreiter", der für den künftigen (ebenerdigen) Betrachter her-vorgehoben wird, ist ein Wappen-Schild tragender Engel.

Restaurator Ulrich Kruse (Firma Kruse Restaurierungen) konzentriert sich auf die letzten Pinselstriche, bevor auch dieses Detail fertiggestellt ist.




Ein Vorher/Nachher-Vergleich veranschaulicht die gelungene Detail-Restauration an einem der Baldachine der Stifterfiguren im Chorraum des Domes.

 


Hier trat das Problem auf, dass während der Reinigungsarbeiten der Steinmetze das Steingut förmlich in ihren Händen zerfiel. Vorangegangene Ausbesserungen, eventuell vor Jahrzehnten, ja vielleicht sogar vor Jahrhunderten ausgeführt, hatten aus unterschied-lichen Gründen offenbar das Verfallsdatum bereits erreicht.



Dank der derzeitigen klimatischen Verhältnisse - unter Zuhilfenahme eines Heizaggregates (Bild re.) - sieht der Bauablaufplan des Architekten Jörg-Peter Gottstein vor, die Malerarbeiten (Restauratoren, Ver-golder, Bildhauer, Stukkateure und Maler) bis Ende Januar abzuschließen. Der Gerüstrückbau kann dann ab Anfang Februar erfolgen.

Trotzdem warten noch viele Arbeiten auf ihre Erledi-gung.



Bei aller Sachlichkeit und Professionalität in der Bauausführung, bei dem vielen guten Willen aller Beteiligten, auch bei der manchmal pluralistischen (philos.) Herangehens-weise in der Problembewältigung, darf nicht vergessen werden, dass über diesem gesamten Vorhaben der Pfarrgemeinde Dom zum Heiligen Kreuz immer der Segen Gottes steht (stehen möchte).

Erbitten wir alle diesen, so oft wir können!

 Bauberatung am 24.01.2018

 


Den Teilnehmern der Bauberatung bietet sich u. a. dieser Blick auf die Dom-Orgel, die bereits durch Mitarbeiter der Orgelbaufirma Klais von ihrer Einhausung "befreit" wurde. Diese Maßnahme war Voraussetzung für die in Kürze beginnende Gesamtdemontage des Baugerüstes in den Kirchenschiffen.



Einen einmaligen Blick in das Orgelinnere erlaubt hier die "Gerüstperspektive". Bei den Kleinst-Objekten links und rechts der Bildmitte handelt es sich nicht etwa um einge- schlagene Nägel oder Drahtstifte, sondern die Orgelbauer haben hier Miniatur-Orgel-pfeifen eingesetzt, um eben das gewünschte Klangbild zu erzeugen.

Das Bild hier unten bezeugt die großartige Meisterleistung, nicht nur en miniature.

 



Orgelbauer der Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG im Gespräch mit dem Archi- tekten. Für die geplante Orgelreinigung ist ein spezielles Gerüst erfoderlich, das den Ansprüchen der Orgelbauer gerecht wird. Abstände sind einzuhalten und für genügend Freiraum ist zu sorgen, damit auch die größten Orgelpfeifen problemlos entnommen und nach der Reinigung auch wieder problemlos eingebaut werden können.

 

 

v.l.n.r.: Jörg-Peter Gottstein, Tony Kretschmar, Christoph Hepe


Zu den abschließenden Arbeiten in der Sakristei gehört auch der Einbau eines Wind- fanges, wo die enge Zusammenarbeit zwischen Schmiedekunst Thüne  und der Glaserei Salzmann erforderlich ist. Die Anforderungen des Architekten, die Vorstellungen des Bauherrn (Pfarrei), die Einhaltung der Vorschriften usw. erzeugen so manches Kopf-zerbrechen bei den bauausführenden Handwerkern.

 

v.l.n.r.: Herbert Thüne; Sebastian Salzmann


Letzte Absprachen zwischem dem Architekten und Gerald Fischer von der Firma Gethke Glas Göttingen sind erforderlich, um das Windfangprojekt erfolgreich abschließen zu können.

 

v.l.n.r.: Gerald Fischer; Jörg-Peter Gottstein


Das "Windfangteam"...

 

v.l.n.r.: Gerald Fischer; Sebastian Salzmann; Herbert Thüne, Jörg-Peter Gottstein


Fotos: F.-Ulrich Börner

 

 

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