Legende Inhaltsverzeichnis:

(*)   in redaktioneller Bearbeitung

(+)  Veränderung/Ergänzung

(!)   neuer Inhalt

(#)  Menüpunkt verschoben

Domsanierung 2017/2018 (V)

Bauberatung am 08.03.2018

 


Den Teilnehmern der Bauberatung, die wegen benötigter Lichtverhältnisse erst gegen 18.00 Uhr begann, bot sich u. a. dieses Bild: Eine Lindig-Spezialhebebühne im Chorraum des Nordhäuser Domes.

Wozu wird zu diesem Zeitpunkt der Sanierungsarbeiten ein solches Spezialgerät über-haupt benötigt? Waren denn nicht erst gerade die letzten Baugrüste gefallen?


Dazu sei betont, dass Hebebühnen immer dann zum Einsatz kommen, wenn Arbeiten in Bereichen anstehen, die mit normalen Leitern auf Grund der Objektbeschaffenheit oder einer kritischen Arbeitshöhe nicht erreicht werden.


Konkrete Einsatzgründe im Dom waren deshalb:

1. Endreinigung des Hochaltars

2. Montage und Feinjustage der Stromschienen-Leuchtmittel (LED-Punktscheinwerfer)

    an Wänden bzw. Säulen


Erwähnenswert: Neben der sehr guten Energieeffizienz werden für die eingesetzten LED-Leuchtmittel Betriebszeiten von ca. 50.000 Stunden garantiert.



Wer sich übrigens gefragt haben sollte, wie denn dieses Fahrzeug die Altarstufen "überwinden" konnte, dem sei das folgende Bild die Erklärung.

 


Gegen 23.00 Uhr, also nach rund fünf Stunden intensiver Zusammenarbeit aller Beteilig-ten,  waren letztlich die lichttechnischen Aufgabenstellungen abgearbeitet.



Ein Szenario wie hier im Bild, bei dem zu Testzwecken die maximale Lichtleistung abgefordert wird, ist im "Wirkbetrieb" des Gotteshauses nicht zu erwarten.

Vielmehr kommt es jetzt darauf an, für die unterschiedlichsten Anlässe (Gottesdienste, Gedenkstunden, Andachten, Chor- oder Orgelkonzerte, liturgische Feiern, Domführungen usw.) Lichtstimmungen zu entwerfen, die dem entsprechenden Charakter der "Veranstal-tung" gerecht werden.

Diese hochkomplexe Aufgabe wird in der nächsten Beratungsrunde auf der Tagesordnung stehen.

Die Lichtkreationen übrigens werden in Szenarien abgespeichert und sind per "Knopf-druck" jederzeit abrufbar.


Lichtszenen-Programmierung am 12.03.2018


 

 


Ab 18.00 Uhr wurden im Dom ver-schiedenste Beleuchtungseinstellun-

gen getestet, um letztlich die anlass-bezogenen Szenarien abspeichern zu können.

Die in den Kirchenschiffen installier-ten Leuchten sind in drei Ebenen (oben, mittig, unten) schalt- bzw. dimmbar, sorgen sie doch damit u. a. für eine angemessene Beleuchtungs-stärke (ohne Blendwirkung) für die z.B. lesenden Besucher.

Die beiden Bildbeispiele können nur annähernd die Lichtklimata andeuten, richtig erleben muss man sie vor Ort, also beim Besuch des Doms zum Heiligen Kreuz Nordhausen.


Haupsächlichen Anteil an den gelungenen Lichtinstallationen im Dom wie in der Krypta haben Andreas Gold (Konzept u.Lichtdesign) und Wolfgang Kömstedt (techn. Ausführung u. Programmierung).

Ihnen und den vielen Bauausführenden ein großes Lob und einen herzlichen Dank!

A. Gold, Leiter Dombauamt Erfurt


W. Kömstedt, electronic ELT


Bauberatung am 21.03.2018


Ein Thema der Beratung war die richtige "Justierung" des großen Altarkreuzes, d. h. die Kontrolle der Anbringungshöhe und die optischen Ausrichtung im Chorraum. Dazu hatten sich auch eingefunden die Restauratorin Heike Glaß vom Restaurierungsatelier Erfurt, Herbert Thüne (Schmiedekunst Thüne Nordhausen) und Hartmut Schweißhelm als Vermessungsexperte.

Pfr. R. Hentrich; Herbert Thüne


Hartmut Schweißhelm; Heike Glaß


Das Altarkreuz wie auch die Figur des hl. Eustachius wurden von Heike Glaß in ihrem Restaurierungsatelier in Erfurt kunstvoll aufgearbeitet und beide Devotionalien haben jetzt die angestammten Plätze im Kirchenraum eingenommen. Anhand von Bilddokumenten erläuterte Restauratorin Glaß im Detail die große Herausforderung, der sie sich wegen des schlechten Zustandes beider "Gegenstände" stellen musste.

Gelungen, wie man sehen kann!






Fotos: F.-Ulrich Börner

 

 

© Michael Bogedain; pfarrbriefservice.de
© Bernhard Riedel; pfarrbriefservice.de
© Barbara Neumann; Bistum Erfurt
© www.katholisch.de
© www.dbk.de
© www.kirche.tv