Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Aktuell - Ferien

 
Für neuen Durchblick

Die „Urlaubstheologie“ Jesu (Markus 6) rät zu einem Urlaub mit wenigen Menschen und an einem einsamen Ort. Weg von den großen Urlaubsorten, nicht dorthin gehen, wo alle sind und wo man meint, gewesen sein zu müssen. Der zweite Ratschlag: Urlaub um auszuruhen. Nicht drei Länder in vier Tagen sehen, nicht die neue Trend-Sportart ausprobieren, sondern Ruhe und Gemütlichkeit. Gemütlichkeit verstanden als Zeit, um Körper und Geist zu erholen. 

Pia Schüttlohr

Hinzu kommt: In den freien Tagen der Ferien bin ich auch eingeladen zu einer Reise in meine innere Weite, die im Alltag oft zu eng wird; zu einer Entdeckungsreise zu Gott, der manchen fremd, vielleicht sogar exotisch geworden ist. Gott neu oder wieder kennenlernen. Durchblick gewinnen und Weitblick. Möglichkeiten gibt es viele: der Besuch eines Gottesdienstes, ein Kapitel aus der Bibel, die Ruhe, in der ein Gebet in mir laut wird.
Weitblick und Durchblick gewinnen: Da können sich auch verschüttete Wünsche und Sehnsüchte melden: Da gab es doch etwas, aus dem ich leben konnte, das mich getragen hat in manch schweren Stunden. Ich darf auch das, was misslungen ist, ruhig in den Blick nehmen und muss nicht in noch mehr Ferienaktivität flüchten, weil Gott um meine Schwäche weiß und sie vergibt. Ich muss nicht perfekt sein; nicht in Beziehungen, nicht am Arbeitsplatz und erst recht brauche ich keinen „perfekten Urlaub“, weil Gott mich so liebt, wie ich bin. Ich muss nicht perfekt sein und es muss nicht immer alles perfekt sein – was gibt es Erholsameres als diesen Gedanken.


 

Quelle: Bermoser + Höller Verlag AG
Pia Schüttlohr

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