Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Liturgie - Impuls

 

 

Foto: Michael Tillmann


Wir sind berufen in die Gemeinschaft der Kirche, nicht um dort unter uns zu bleiben, sondern hinauszugehen in die Welt.

Bibelwort: Matthäus 4,12-23 (Evangelium zum 3. Sonntag im Jahreskreis)

Ausgelegt!

In diesen wenigen Versen geschieht sehr viel. Gerade hat Jesus den Teufel abgewehrt (4,1-11), da hört er von der Gefangennahme Johannes des Täufers. Jesus zieht sich zurück – wohl das Beste, was er tun kann. Die Gefangennahme des Johannes ist eine Niederlage. Der begegnet man mit Stille, wenn man machtlos ist. Aber nicht lange. Dann nimmt Jesus die Worte des Johannes in seinen Mund: Kehrt um! Ändert euren Sinn und damit euer Leben. Die Ersten, die es tun, werden jetzt namentlich genannt. Jesus sucht sich Begleiter, Menschen, die etwas auf sich nehmen um des Himmelreiches willen. Sie ahnen noch nicht, wie schwer das ist. Sie sind voller Hoffnung auf – ja, auf was genau? Es hat wohl jeder der neuen Jünger seine eigene Vorstellung von dem, was er nun hoffen kann. Wer auf Jesus hört und seine Sinne und sein Leben verändern will, tut das in Hoffnung. In Hoffnung auf nicht nur ein anderes Leben, sondern auf mehr Leben; auf eine Lebensfülle, die ohne Jesus nicht zu erlangen ist. Dies wird bei den ersten Jüngern der Fall gewesen sein, dies ist bei allen Jüngern und Jüngerinnen Jesu der Fall. Es folgen die, denen die Erde nicht genug ist, die den Himmel offen sehen wollen, mitten in ihrem Leben. Das können sie. Wer den Menschen im Namen Gottes dient, öffnet sich den Himmel. Den Himmel größerer Unbeschwertheit.  

Michael Becker


Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Foto: Michael Tillmann

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