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Auf den ersten

Blick sehen wir nur

die Glaspaläste

und Hochhäuser

eines modernen Bankenviertels. Klar

ist, wem wir hier

gehören. Doch

der Glaube lässt

genauer hinsehen.

Die christliche

Prägung ist eine

andere; es ist die

Prägung Gottes, der

uns liebt, der heilt

und uns eine Zukunft

über den Tod hinaus

fest versprochen hat.


Foto: Michael Tillmann


 

Ausgelegt!

Bibelwort: Matthäus 22,15-21 (zum Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreis)


Die Pharisäer stellen Jesus eine Falle: Verbietet er das Zahlen von Steuern, macht er sich der Aufwiegelei gegen den römischen Staat schuldig. Bejaht er das Zahlen von Steuern, wird er in den Augen frommer Juden unglaubwürdig. Jesus lässt sich auf ein solches Denken, dass Staat oder Kirche absolut setzt, nicht ein. Er anerkennt den Staat als eine Notwendigkeit, die es mit Steuern zu unterstützen gilt. Doch setzen Gott und seine Gebote dem staatlichen Herrschaftsbereich Grenzen. Wobei es Jesus nicht um eine staatstheoretische Frage geht, sondern ihm geht es um den Menschen. Deshalb lässt er sich eine Münze zeigen, auf die das Gesicht des Kaisers Tiberius geprägt ist, deshalb gehört sie ihm auch. Unausgesprochen sagt Jesus aber damit: Ihr Menschen, die ihr das Siegel Gottes tragt; die ihr Abbild des Antlitzes Gottes seid, ihr gehört Gott. Diese eindeutige Festlegung Jesu gilt auch noch nach zweitausend Jahren. Gerade dann, wenn Staat und Glaube im Streit liegen – wie in den Zeiten des Nationalsozialismus oder der SED-Herrschaft – ist vom Glaubenden eine Entscheidung gefragt. Aber auch in Freiheit bin ich als Christ der Entscheidung nicht enthoben. Was prägt mich heute?

 

Michael Tillmann


Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de

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