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Foto: picture alliance/epa Ali Ali


Alle werden gebraucht – und alle hoffen

 

Es ist ein Moment höchster Spannung: Palästinensische Fischer ziehen bei Gaza Stadt gemeinsam ein hunderte Meter langes Netz ans Ufer. Noch sehen sie nichts, noch ist es zu früh für Jubel oder Frust, für Kalkulationen und Investitionen. Jetzt geht es darum, das Netz ans Ufer zu bringen, wie voll oder leer es auch immer sein mag. Jetzt wird jede Hand gebraucht, jetzt muss jeder mit jedem zusammenarbeiten können, jetzt kann sich keiner drücken und kann keiner vorpreschen. Es isind Momente höchster Spannung, wenn wir uns für das Reich Gottes einsetzen.

Ausgelegt!

Bibelwort: Matthäus 13,44-52 (zum Evangelium vom 17. Sonntag im Jahreskreis)


Die Aussage dieser drei Verse ist eindeutig: Das Himmelreich verlangt den vollen Einsatz. Aber nicht nur das: Sowohl von dem, der den Schatz im Acker findet, wie vom reichen Kaufmann heißt es, dass sie beide alles verkauften, was sie hatten, um das Himmelreich zu „erwerben“. So eindeutig diese Aussage ist, so schwierig ist sie in der Umsetzung: Alles verkaufen, was wir besitzen? Ich glaube, es ist ein Fehler, diese Aussage auf Geld und Besitz zu reduzieren. So wenig ich mir das Himmelreich kaufen kann, so wenig geht es nur darum, auf alles zu verzichten. Jesus spricht in Bildern, die ich nicht wörtlich, aber ernst nehmen muss: Für das Himmelreich muss ich mich voll einsetzen und auf alles verzichten, was mich daran hindert. Das ist wahrscheinlich nicht nur Besitz, vielleicht spielt Besitz auch überhaupt keine Rolle: Jeder und jede muss sich selbst fragen, was von ihm oder ihr so Besitz ergreift, dass das Himmelreich in den Hintergrund rückt.

Einen letzten Blick auf den, der den Schatz im Acker findet und auf den Kaufmann. Was unterscheidet sie? Der Erste findet den Schatz wohl eher zufällig, der andere sucht bewusst nach wertvollen Perlen. So kann es auch uns ergehen: Das Himmelreich kann uns ganz unterschiedlich begegnen.


Michael Tillmann

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de

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