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Bibelwort: Johannes 9,1-41 (Evangelium vom 4. Fastensonntag)


Die Erzählung von der Heilung eines Blinden ist etwas holzschnittartig gezeichnet. Der Blinde, der sehend wird – körperlich und im Glauben – und die Pharisäer, die mit ihren Augen sehen können, doch für Jesus und sein Wirken blind sind. Ihre Blindheit scheint nicht heilbar, denn obwohl der Geheilte überzeugend darlegt, dass Jesus von Gott kommen muss, weil er ihn heilen konnte, bleiben sie verstockt; und als ihnen die Argumente ausgehen, werden sie handgreiflich und verstoßen den Geheilten. Wie schwer fällt es dann erst heute Menschen, vor deren Augen ja kein solches Wunder geschieht, zu glauben?

Ich glaube, dass es die Aufgabe der Christen ist, Augenöffner zu sein – und Ohrenöffner auch. Indem ich von meinem Glauben erzähle und was er mit bedeutet – und versuche, auch so zu leben. Ich habe ja ungezählte Möglichkeiten, kleine Wunder zu vollbringen, die Menschen die Augen öffnen können für die Liebe Gottes, die durch mich hindurchscheint: Zu helfen, zu teilen, mitzufühlen, zu trösten, zuzuhören – keine Heldentaten, sondern kleine Zeugnisse des Glaubens und der Liebe. Keine Berührungsängste haben und „handgreiflich“ werden, wie Jesus es vorlebt. Ich glaube, viele „Blinde“ warten darauf.

 

Michael Tillmann


Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

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