Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Liturgie - Da staune ich aber...

Energisches Einschreiten Jesu

Die Kirche feiert am 25. Januar ein Fest, das daran erinnert, dass sich Jesus energisch dem Treiben eines Menschen widersetzte, unter dem viele, die zum christlichen Glauben gekommen waren, litten. Vor den Toren von Damaskus protestierte Gott gegen die Gewalttaten, die in seinem Namen von Saulus begangen wurden. Saulus war ein gläubiger Pharisäer, von dem es in der Apostelgeschichte heißt, dass er ein radikaler Verfolger der ersten Christen und auch Zeuge der Steinigung des Stephanus war. Auf dem Weg nach Damaskus, wo Saulus Christen verhaften wollte, erschien ihm ein grelles Licht und er stürzte zu Boden. Zugleich hörte er die Stimme Jesu: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Nachdem sich Paulus vom Boden aufgerappelt hatte, blieb er blind; seine Weggefährten führten ihn nach Damaskus, wo er auf Geheiß Gottes von Hananias geheilt wurde und sich taufen ließ.

Foto: Michael Tillmann¤

Jesu Protest zeigte übergroßen Erfolg. Mit dem gleichen Eifer, mit dem Paulus (griechische Form für den hebräischen Namen Saulus) vorher die Christen verfolgt hatte, verkündete er jetzt den christlichen Glauben. Durch seine Missionsreisen und seine Briefe prägte er das Christentum in den ersten Jahren maßgeblich mit. Dabei schonte er sich nicht, erlitt Schiffbruch, wurde misshandelt, geriet mehrmals in Gefangenschaft und starb nach nahezu dreißig Jahren rastloser Missionstätigkeit den Märtyrertod.

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Foto:
Michael Tillmann

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