Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

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Konstantin der Große

Kaiser Konstantin, der die Hagia Sophia hält +

Fast 300 Jahre ist das Christentum eine Religion im Untergrund; eine Religion, die – mal intensiver, mal weniger – Verfolgungen vonseiten des römischen Staates ausgesetzt ist. Das ändert sich im Oktober 312. Der römische Kaiser Konstantin hat in der Auseinandersetzung mit seinem Konkurrenten Maxentius eine Vision: Unter dem „Chi-Rho-Zeichen“ – eine Kombination der beiden griechischen Buchstaben „Chi“ und „Rho“, die die Anfangsbuchstaben des Namens „Christus“ darstellen – soll er den Kampf um das Reich gewinnen. So geschieht es. Mit diesem Zeichen auf den Schilden seiner Soldaten schlug er im Oktober 312 an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms das zahlenmäßig weit überlegene Heer des Maxentius. Danach konnte Konstantin in Rom einziehen und zum Kaiser in der Westhälfte des Römischen Reiches aufsteigen.
Mit der Ära Konstantins endeten die Christenverfolgungen. Der Kaiser tolerierte die Christen und begünstigte sie – auch wenn er weiterhin dem antiken Sonnengott huldigte und sich erst auf dem Sterbebett taufen ließ. Durch diese Entwicklungen war die damals schon im ganzen Römischen Reich verbreitete christliche Kirche zum ersten Mal in der Lage, auf einem reichsweiten Konzil die theologischen Streitigkeiten zu klären, die in den letzten Jahrzehnten entstanden waren. Kaiser Konstantin, der sich selbst als „Bischof der Bischöfe“ begriff und die stabilisierende Funktion des Christentums für sein Reich nutzen wollte, griff diese Idee auf und lud zum ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte 325 in die Stadt Nicäa (heute Iznik, Türkei) ein.


Foto: Michael Tillmann

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